Milchbildung



Als werdende Mutter denkt man selbstverständlich über das Stillen nach, unterhält sich mit anderen Müttern, und oft hört man den Satz: „Ich konnte nicht stillen, ich hatte zu wenig Milch.“

Das gibt es allerdings sehr selten – wenn Sie so etwas hören, können Sie davon ausgehen, dass diese Mütter zu schnell aufgegeben haben, denn in den ersten Tagen ist stillen nicht einfach.

Die Muttermilch bildet sich nämlich nach Bedarf. Je öfter das Baby zum trinken angelegt wird, um so mehr Milch bildet sich. In den ersten Tagen nach der Geburt kann das Stillen durchaus schwierig sein. Die Milchmenge ist noch nicht ausreichend und entsprechend häufig muss das Kind angelegt werden. Es entsteht leider vorschnell der Eindruck, dass das Baby nicht satt wird – und dieser Eindruck ist falsch. Mutter Natur hat es einfach so eingerichtet. Das Baby braucht in den ersten Tagen nach der Geburt die noch etwas dünnflüssigere Muttermilch und kann auch noch keine größeren Mengen trinken. Dadurch kommt in der Anfangsphase des Stillens nicht nur weniger Milch, sondern auch eine für das Baby leichter verdauliche Muttermilch. Durch häufiges Anlegen wird immer mehr und immer reichhaltigere Muttermilch produziert und nach wenigen Tagen bereits auch in ausreichender Menge – die Abstände zwischen den Stillphasen werden immer größer. Allerdings kann man nicht abstreiten, dass es ein wenig qualvoll sein kann, denn durch das häufige Saugen und Trinken an der Brust sind natürlich die Brustwarzen empfindlich und schmerzen bei den meisten Frauen.

Das lässt aber nach! Die Trinkmenge passt sich den Bedürfnissen des Babys an. Je häufiger das Kind trinkt, um so mehr Muttermilch wird produziert.