|
|
|
|
Medikamente & StillenKeine stillende Mutter wird sorglos Medikamente schlucken, jedenfalls nicht wenn sie sich ausreichend informiert hat. Egal was eine Mutter zu sich nimmt, sämtliche Inhaltsstoffe landen in der Muttermilch. Und ein akuter Migräneanfall erfordert nun mal leider eine Migränetablette. Mütter können an Grippe erkranken und müssen vielleicht Paracetamol nehmen, um die Symptome einigermaßen erträglich zu machen. Was tun, wenn man aber doch noch stillt? Es gibt keine einheitliche Regelung, aber grob gesagt ist die Migränetablette wie auch das Paracetamol für das Baby schädlich. Wenn es sich nur um die einmalige Einnahme einer Tablette handelt, wie zum Beispiel bei einem akuten Migräneanfall, sollte man in den nächsten 24 Stunden die Milch abpumpen und das Baby in dieser Zeit mit Flaschenkost ernähren. Schwierig wird es, wenn bei der Mutter eine chronische Erkrankung festgestellt wird, die eine dauerhafte Einnahme von Medikamenten erforderlich machen. In diesem Fall muss mit dem Arzt abgesprochen werden, ob diese Medikamente schädlich für das gestillte Kind sind – es gibt viele Medikamente die speziell für stillende Mütter entwickelt wurden und möglicherweise kann man auf ein solches Präparat umstellen. Bei einer Krankheit, die eine Einnahme von Antibiotika über einen meist längeren Zeitraum erforderlich machen, gilt ebenfalls: abpumpen, wegschütten und das Baby mit Flaschenkost ernähren in dieser Zeit. Durch das abpumpen versiegt die Muttermilch nicht und das Stillen kann zu einem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden, wenn keine Medikamentenreste mehr in der Muttermilch zu befürchten sind. |
|