Langes Stillen



Die Frage, die sich stellt ist: was ist langes Stillen? Was ist kurzes Stillen? Was ist normales Stillen?

So einfach ist das gar nicht zu beantworten. Grundsätzlich wird ein Kind so lange gestillt wie es notwendig erscheint. Es bleibt ja nicht immer ein Säugling, sondern entwickelt sich, nimmt im Laufe der Monate dann auch mal eine feste Mahlzeit ein: einen Brei, oder eine speziell zubereitete Babymahlzeit. Von daher wird es von ganz alleine geschehen, dass die eine oder andere Stillpause wegfällt, wenn sie durch eine feste Mahlzeit ersetzt wird. Nach mehreren Monaten spielt sich das völlig automatisch ein. Die meisten Babys essen am Abend einen Brei statt an der Mutterbrust zu trinken, oder sie trinken nur noch wenig – zum einschlafen, denn gestillt zu werden ist für ein Baby ja auch etwas Schönes, Beruhigendes nach einem aufregenden Tag.

Jede Mutter muss für sich und ihr Kind den richtigen Rhythmus finden, und der entwickelt sich fast von ganz alleine. Das Kind wird von ganz alleine darauf aufmerksam machen, wenn es an der Brust trinken möchte. Im Alter von etwa einem Jahr ist das trinken an der Mutterbrust ohnehin mehr Trost und schöne Gewohnheit als Ernährung.

Die meisten Kinder werden in diesem Alter abgestillt. Nach und nach schwindet das Verlangen des Kindes nach der Mutterbrust, es nimmt feste Mahlzeiten zu sich und die Milch der Mutter würde gar nicht mehr ausreichen, um es satt zu bekommen.

In der Geschichte gab es immer wieder berühmte Persönlichkeiten, die sogar mit acht oder zehn Jahren noch gestillt wurden. Da muss man zugeben, es wirkt ein wenig befremdlich.