Probleme beim Stillen



Das Stillen muss sich erst einspielen, das ist keine Frage. Die mütterliche Brust hatte zwar neun Monate lang Zeit, sich darauf einzustellen, dass sie nun Milch produzieren wird und ein Baby damit ernährt werden soll, aber die meisten Frauen haben klagen bereits nach zwei oder drei Tagen über heftige Schmerzen in den Brustwarzen, die diese Beanspruchung natürlich nicht gewohnt sind.

Ein Baby muss häufig zum trinken angelegt werden, nicht nur damit es satt wird, denn es kann in den ersten Tagen keine großen Mengen auf einmal trinken, sondern auch damit der Milchfluss angeregt wird. Das ständige Saugen an den Brustwarzen macht diese natürlich empfindlich und da fließen so manche Tränen.

Keine Frage, das ist nicht einfach, kostet eine Menge Überwindung und Selbstdisziplin, aber das ist der Punkt, an dem man nicht aufgeben darf. Die Schmerzen werden nämlich nachlassen. Die Brustwarzen gewöhnen sich an das regelmäßig saugende Kind und hören nach kurzer Zeit auf zu schmerzen. Wenn es ganz schlimm wird und das Stillen unerträglich erscheint, gibt es spezielle Stillaufsätze für die Mutterbrust. Damit wird das Baby zwar noch immer gestillt, aber es saugt nicht direkt an der Brustwarze, sondern am Aufsatz, so dass die Brustwarze sich wieder erholen kann. Sobald es aber wieder einigermaßen zu verkraften ist, sollte ganz normal und ohne Aufsatz weiter gestillt werden.