Ausfluss in der Schwangerschaft



Ausfluss ist ein Thema, das Frauen grundsätzlich unangenehm ist, aber hier kommt man auf keinen Fall an einem Besuch beim behandelnden Arzt vorbei. In der Schwangerschaft ist es ebenso.

Die Ursachen für Ausfluss in der Schwangerschaft können vielfältig sein. Der Arzt muss auf jeden Fall einen Abstrich machen. Es ist wichtig zu wissen, ob der Ausfluss weißlich ist, eher durchsichtig oder gar rötlich. Als Schwangere Frau muss man davon ausgehen, dass sich der Körper verändert, der Stoffwechsel sich verändert und auch die Scheidenflora verändert sich. Ausfluss in der Schwangerschaft kann also durchaus einfach nur an den veränderten Vorgängen im Körper liegen und muss nichts dramatisches bedeuten.

Allerdings kann Ausfluss auch immer ein Hinweis sein auf eine Pilzerkrankung. Schwangere Frauen sind sehr anfällig für Pilzsporen aller Art. Man darf ruhig davon ausgehen, dass jede Toilette (auche eine antibakterielle Toilettenschüssel), selbst die bei der eigenen Mutter zu Hause und bei allergrößter Reinlichkeit, gewisse Bakterien trägt. Bei fremden Toiletten, zum Beispiel in der Gastronomie ist das sogar sehr häufig der Fall, selbst wenn es sich um ein äußerst reinliches Lokal handelt. Dagegen ist der sauberste Wirt machtlos. Es muss nur eine Dame mit einer Pilzerkrankung, von der sie vielleicht noch nicht einmal etwas ahnt, vor Ihnen auf der Toilette gesessen haben – und schon haben Sie sich angesteckt. Es gibt Medikamente gegen solche Pilzerkrankungen und inzwischen sogar Medikamente, die man trotz Schwangerschaft nutzen kann.

Ausfluss kann in der Schwangerschaft, wenn er rötlich oder bräunlich ist, ein Hinweis sein, dass etwas nicht stimmt. Schon aus diesem Grund sollte man mit Ausfluss unbedingt zum Arzt gehen, denn das ist ein recht harmloses Zeichen und der Arzt kann in der Regel helfen.

Handelt es sich einfach nur um eine gestörte Scheidenflora, hilft der Joghurt-Tipp: einfach einen Tampon in Naturjoghurt einweichen und in die Scheide einführen – am besten über Nacht. Das neutralisiert sofort wieder die Scheidenflora. Von Scheidenspülungen oder sonstigen Experimenten sollte man grundsätzlich absehen.