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Wehen vor der GeburtViele Frauen, speziell Erstgebärende, haben schreckliche Angst, die Wehen zu verpassen und erst in letzter Sekunde ins Krankenhaus zu kommen. Keine Sorge. Wehen kann man nicht verpassen, sie machen sich selbst im Tiefschlaf bemerkbar und lassen sich nicht ignorieren. Allerdings beginnen sie sehr leicht – mit einem ziehen im Kreuz und im Bauch. Die Oberfläche des Bauchs verhärtet sich dabei. Schauen Sie auf die Uhr, theoretisch könnte es in eine Stunde zur nächsten Wehe kommen. Ist das der Fall, dürfen Sie ruhig schon mal Ihren Mann auf der Arbeit anrufen und ihm mitteilen, dass er zwar noch in Ruhe arbeiten kann, aber morgen frei machen muss, weil Ihr Baby geboren wird. Die Abstände verkürzen sich immer mehr, aber das ist ein Vorgang der Stunden dauert. Spätestens, wenn die Wehen alle zehn Minuten einsetzen und nun wirklich in ihrer Intensität nicht mehr zu ignorieren sind, auch beim besten Willen nicht, sollten Sie in der Klinik sein. Aber auch ab diesem Moment wird es noch eine Weile dauern. Die Wehen sollen den Muttermund öffnen. Und das geht leider so lange weiter, bis Sie nur noch wenige Sekunden Verschnaufpause zwischen den einzelnen Wehen haben. Wenn Sie sich für eine Päriduralanästhesie entschieden haben, werden Sie davon nichts merken, dann wird nur der Wehenschreiber ausschlagen und irgendwann wird die Hebamme Ihnen sagen, dass Sie pressen müssen. Während die normalen Wehen nämlich der Öffnung des Muttermunds dienen, haben die Presswehen den Zweck das Baby auszutreiben. Meistens sind fünf bis sechs Presswehen nötig, bis das Baby geboren ist. Die Presswehen unterscheiden sich in starkem Maße von den normalen Wehen – denn ohne Anästhesie werden Sie den starken Drang haben, zu pressen. |
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