Ambulante Geburt



Wer ein Kind erwartet, wird sich selbstverständlich über die verschiedenen Möglichkeiten der Geburt informieren und sich auch nach einer geeigneten Klinik umschauen. Grundsätzlich besteht auch in einer Klinik die Möglichkeit einer ambulanten Geburt. Liegt keine Risikoschwangerschaft vor, spricht auch nichts dagegen. Es muss nur abgesprochen sein. Und das sind Dinge, die man am besten schon vor der Geburt regelt.

Sie bekommen Ihr Baby, verbleiben noch einiges Stunden im Kreissaal, das Baby wird versorgt, Sie werden versorgt, und dann dürfen Sie mit Ihrem Baby nach Hause gehen. Allerdings sollte man sich vorher, wenn man sich für eine ambulante Geburt entscheidet, bereits nach einer freien Hebamme umschauen. Diese wird Sie und das Baby noch einige Tage lang zu Hause betreuen, und dieses Angebot sollte man annehmen.

Es gibt sogar eine Menge Gründe, die für eine ambulante Geburt sprechen. Sie müssen sich erholen. Sie müssen intensive Zeit mit ihrem Baby verbringen. Trotzdem können und sollen Sie sich noch Ruhe und vor allem viel Schlaf gönnen. Im Krankenhaus kommen um sechs Uhr die Schwestern herein und machen die Betten, Sie werden geweckt. Um acht kommt das Frühstück, Sie werden ein zweites Mal geweckt. Gegen neun bringt man Ihnen das Baby, wenn es über Nacht auf der Säuglingsstation war. Die Putzfrauen kommen. Die wenigsten Frauen liegen in einem Einzelzimmer, das heißt, Sie müssen die Besucher Ihrer Mitpatientinnen genauso ertragen wie diese Ihre Besucher. Zu Hause können sich viele Frauen besser erholen, vorausgesetzt Sie erhalten Hilfe: durch den Ehemann, durch die Mutter oder die Schwiegermutter, oder durch die eigene Schwester. Vater, Mutter und Baby können vom ersten Tag an zusammen sein, und zwar sehr intensiv. Die Erholungsphase dauert meist im Krankenhaus länger.